OT-Ausfälle zählt man in Stillstand, zerstörten Chargen und Menschenleben, nicht in geleakten Datensätzen. Ein Test, der einen Controller abstürzen lässt, ist kein Finding, sondern der Vorfall. Wir beweisen den Exploit, ohne selbst einer zu werden.
Wir erkunden passiv. Aktive Schritte laufen nur im freigegebenen Wartungsfenster. Ihr Techniker sitzt an der Konsole, der Rückfall in den sicheren Zustand ist vorbereitet.
Das SIS prüfen wir am Design und am Replikat, nie in der laufenden Sicherheitsschleife. Genau das ist die Lehre aus TRITON.
Nichts berührt Level 0 oder 1 der laufenden Anlage ohne Ihre Freigabe. Alles bleibt in deutschen Rechenzentren, unter deutschem Recht. Kein US Cloud Act.
OT dreht die Regeln um. Sicherheit und Verfügbarkeit zählen mehr als Vertraulichkeit. Anlagen laufen 20 bis 30 Jahre ohne Neustart. Und ein simpler Portscan legt schon mal eine SPS lahm, die älter ist als der Techniker, der sie wartet.
Wir verstehen die Anlage, bevor wir sie anfassen. Gehandelt wird nur, wenn Sie zustimmen. An einer Live-Anlage läuft nichts Aktives ohne vereinbartes Fenster und die Freigabe einer benannten Instanz.
Welche Purdue-Level, welche Wartungsfenster, wer die Sicherheit verantwortet, wen wir bei Not-Halt anrufen. Rules of Engagement und Abbruchkriterien stehen, bevor irgendetwas beginnt.
Mitschnitt über SPAN/TAP, Inventar aus Assets und Firmware, passive Analyse von Modbus, DNP3, S7comm, OPC-UA, PROFINET und IEC 60870-5-104. So entstehen Ihre Zonen und Conduits. Kein einziges Paket geht in die Live-Steuerung.
Jede Exploit-Kette beweisen wir am Prüfstand, am Zwilling oder am Replikat. Aktiv getestet wird nur im Fenster, Ihr Techniker daneben, Gerätezustand und sicherer Zustand laufend im Blick. Das SIS fassen wir an der laufenden Anlage nie an.
Belegte Findings, jeder in seiner IEC-62443-Zone, fertig als §8a-BSIG-Nachweis. Unveränderliches Protokoll. Maßnahmen sortiert nach physischer Folge, nicht nach rohem CVSS. Gespeichert in deutschen Rechenzentren.
Angreifer starten selten an der Anlage. Sie kommen über die IT und arbeiten sich das Purdue-Modell hinunter, Ebene für Ebene, bis ein Befehl etwas Physisches bewegt. Die Karte, die §8a BSIG von Ihnen verlangt, ist die Karte, gegen die wir testen. Gezeichnet als IEC-62443-Zonen und -Conduits.
Unternehmens-WAN, Cloud, zentrale IT und Identität. Hier beginnt fast jeder Angriff: VPN, Fernzugriff, Phishing, Lieferkette.
Standort-ERP, Produktionsplanung, Logistik, lokale Server. Der typische Ransomware-Einstieg. Von hier sucht der Angreifer den Weg nach unten.
Colonial Pipeline · 2021DarkSide traf nur IT und Abrechnung. Die OT blieb sauber. Der Betreiber legte die Pipeline trotzdem vorsorglich still.Firewalls, Datendioden, Jump-Hosts, replizierte Historians, Fernzugriff, Patch-Staging. Diese Grenze hält IT-Ransomware aus der OT. Ein einziger dual-homed Host reißt sie ein.
MES, Historians, Batch- und Produktionssteuerung, OT-Domänencontroller, Patch- und AV-Server. Ein gemeinsames Active Directory wird zum Single Point of Failure für die ganze OT.
HMIs, SCADA-Server, DCS-Bedienstationen, Engineering-Workstations, Alarme. Meist Windows, oft ungepatcht. Über eine gekaperte Engineering-Workstation wandert manipulierte Logik nach L1.
Stuxnet · 2010Über die Engineering-Workstation kam manipulierte Logik auf die Siemens-S7-SPS.SPS, RTUs, IEDs, DCS-Controller. Die Steuerprotokolle kennen keine Authentifizierung. Wer Zugriff hat, spielt Logik oder Firmware direkt ein.
Industroyer2 · 2022Schaltete Umspannwerks-Leistungsschalter über IEC 60870-5-104. Erkannt und blockiert. PIPEDREAM / INCONTROLLER · 2022Modulares SPS-Toolkit für Modbus, CODESYS, OPC-UA. Entdeckt, bevor es Schaden anrichtete.SIL-zertifizierte Logikbausteine und Sicherheitsnetze. Die letzte Linie, die den Prozess sicher abschaltet. IEC 62443 und IEC 61511 verlangen dafür eine eigene Zone, nicht das normale L1.
TRITON / TRISIS · 2017Zielte auf eine Triconex-Sicherheitssteuerung. Scheiterte und fuhr die Anlage sicher herunter.Der physische Prozess: Sensoren, Messumformer, Ventile, Motoren, Antriebe. Keine Authentifizierung. Eine Manipulation wirkt sofort physisch und fällt kaum auf.
Vom Sensor an der Linie bis zum Hersteller-VPN. Jede Ebene, über die ein Angreifer an den Prozess kommt.
Passive Protokollanalyse, Firmware-Review, Prüfung von Logik-Integrität und ungeschützten Schreibzugriffen an den Controllern, die den Prozess bewegen.
Authentifizierung, Integrität der Projektdateien, unsignierte Logik-Downloads und manipulierte Bedienansichten an den Stationen, die die Anlage fahren.
Wir prüfen die Trennung von Safety und Basisprozess (die Grenze, die TRITON angriff), ohne den laufenden Betrieb zu stören, an SIL-zertifizierten Logikbausteinen in eigener Zone.
Missbrauch von Projektdateien und Logik-Downloads (der Weg von Stuxnet und TRITON auf die Controller), quer durch die Hersteller-Toolchains.
Firewalls, Datendioden, Jump-Hosts, Historians, Hersteller-VPN, Wechselmedien. Wir prüfen Segmentierung und Conduits nach IEC 62443-3-2.
BACnet-Gebäudeleittechnik, Strom und USV, Zutritt. Oft die schwächste Stelle, und eine stille Brücke ins OT-Netz.
Was „L0 erreichen“ heißt, hängt davon ab, was Ihr L0 steuert: einen Leistungsschalter, eine Dosierpumpe, eine Verriegelung, eine Roboterzelle.
Energie & Netz
KRITISLeistungsschalter fernsteuern, Schutzrelais manipulieren. Das Industroyer-Playbook. Am Ende steht der regionale Blackout.
Wasser & Abwasser
KRITISHMI übernehmen, den Sollwert der Chemikaliendosierung verstellen. Unsicheres Wasser verlässt die Anlage.
Chemie & Prozess
NAMUR · IEC 61511Sicherheitssysteme angreifen, Verriegelungen umgehen. TRITON-Klasse. Unkontrollierte Reaktion, Freisetzung oder Notabschaltung.
Automotive & Fertigung
TISAXLinien- und Roboterzellensteuerung kapern. Bandstillstand zu siebenstelligen Kosten pro Stunde, oder stille Qualitätssabotage.
Gebäude & Facility
Angrenzende OTStrom, Kühlung, Zutritt. Anlage oder Rechenzentrum steht still, ganz ohne den Prozess zu berühren.
Passende Programme für kritische Infrastruktur und Automotive.
KRITIS und NIS2 fragen nicht, ob Sie sich sicher fühlen. Sie wollen den Nachweis, im Takt und in der Sprache der Behörde. Den liefern wir.
§8a BSIG · KRITIS
Stand der Technik umsetzen. Alle zwei Jahre einen Wirksamkeitsnachweis ans BSI.
Belegte Zonen- und Conduit-Findings, gebündelt als Ihr §8a-Nachweis.
§8a Abs. 1a · Angriffserkennung
KRITIS-Betreiber brauchen Systeme zur Angriffserkennung. Eingeführt mit dem IT-SiG 2.0, heute im BSIG.
Wir zeigen, dass Ihre Erkennung bei echten Angriffswegen anspringt. Nicht nur, dass ein Sensor hängt.
NIS2 · NIS2UmsG (novelliert das BSIG)
Größerer Kreis, jetzt auch die Fertigung. Artikel 21 fordert Risikomanagement, Wirksamkeitstests und Verantwortung der Leitung.
Beaufsichtigte OT-Tests, die belegen: Ihre Kontrollen halten dem echten Angriff stand.
IEC 62443-3-2 / 3-3
Anlage in Zonen und Conduits aufteilen, je ein Ziel-Sicherheitslevel (SL-T) setzen.
SL-T-Ziel gegen erreichtes SL-A, pro Zone und Conduit.
NAMUR NA 163
Das NAMUR-Arbeitsblatt der Prozessindustrie zur Security-Risikobeurteilung sicherheitsgerichteter Leittechnik, ergänzend zu IEC 61511.
Getestete Realität zurück in Ihre Risikobeurteilung für Leittechnik und SIS.
Ein Auftrag. Nachweise, die jeder Prüfer akzeptiert.
Jeder Test, jedes Finding, jeder Report bleibt in deutschen Rechenzentren, unter deutschem Recht. Kein US Cloud Act. Keine Drittlandtransfers.
30 Minuten Scoping. Wir gehen Ihre Purdue-Level durch, Ihre Wartungsfenster und die Tests, die wir fahren würden, bevor irgendetwas eine Live-Anlage berührt.